Pressemitteilung

Covid-19: FDP Brandenburg fordert Bildungspflicht statt Anwesenheitspflicht

13. März 2020 - Pressemitteilung

Die FDP Brandenburg fordert, den Schulbetrieb im Land vorübergehend auszusetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Statt einer Anwesenheitspflicht an Brandenburger Schulen fordern die Liberalen eine Bildungspflicht, die es ermöglicht, schulpflichtige Kinder ab sofort zu Hause zu unterrichten.

Die Generalsekretärin der FDP Brandenburg, Anja Schwinghoff, appelliert: „Zum Schutz der Gesundheit unserer Kinder und deren Angehörigen müssen von der Landesregierung jetzt Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Unterrichtsformen auch Zuhause zu ermöglichen. Gerade für die Eltern, die im Homeoffice arbeiten oder die Arbeitszeiten zwischen den Erziehungsberechtigten aufteilen können, muss die sofortige Möglichkeit geboten werden, ihre Kinder für eine vorübergehende Zeit, beispielsweise bis zum Beginn der Osterferien, zu Hause zu unterrichten.“

Wichtig sei dabei die gesamtheitliche Betrachtung der Folgewirkungen. “Durch Einschränkungen der Betreuung an unseren Schulen darf es nicht zu unnötigen Ausfällen im gesamten Wirtschafts- bzw. Gesundheitssystems kommen.“ Die künftige Unterrichtsgestaltung in Brandenburg sollte nach dem Willen der Freien Demokraten die Methodenvielfalt entsprechend der Angebotsmöglichkeiten der örtlichen Schulen aufgreifen: digitaler Fern-Unterricht bis hin zum Home-Schooling mit kurzfristigen Rahmenlehrzielen. „Wir brauchen jetzt dringend einen Lösungsvorschlag, damit Eltern und Arbeitgeber planen können“, betont Schwinghoff und fordert die Landesregierung auf, unverzüglich zu handeln.

Die Brandenburger FDP unterstreicht ihre Forderung, den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie der digitalen Kompetenzen mit hoher Priorität voranzutreiben. „Brandenburg braucht eine Digitaloffensive für Schulen, Schüler und Eltern sowie für Arbeitgeber und die öffentliche Verwaltungen“, so Schwinghoff abschließend.