Pressemitteilung

Freiwillige Feuerwehren wurden von der Landesregierung zu lange vernachlässigt.

2. Mai 2019 - Pressemitteilung

Der Landesfeuerwehrverband beklagt den zu niedrigen Personalstand bei den Freiwilligen Feuerwehren in Brandenburg. Die 39.000 Freiwilligen Feuerwehrleute im Land reichen nicht aus, um die gestiegenen Herausforderungen zu bewältigen, beklagt der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Werner-Siegwart Schippel.

Der FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Hans-Peter Goetz, fordert von der Landesregierung mehr Priorität für dieses Thema:

„Die freiwilligen Feuerwehren leisten jeden Tag Großartiges und tragen unter Einsatz ihres Lebens entschieden zur Sicherheit der brandenburgischen Bürgerinnen und Bürger bei. Der Hilferuf des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes zeigt, dass sie dabei zunehmend an ihre personellen Grenzen geraten. Das ist das Ergebnis davon, dass die Landesregierung die vielen Freiwilligen Feuerwehrleute jahrelang allein gelassen hat. Es wird Zeit, dass die Politik den Ehrenamtlichen endlich wieder den Respekt entgegenbringt, den sie verdient haben. Das bedeutet vor allem, dass ein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr attraktiver werden muss. Dafür wollen wir eine landesfinanzierte Feuerwehrrente einführen und Unternehmen entschädigen, die Kameraden für den freiwilligen Dienst freistellen. Außerdem muss die starre Altersobergrenze von 65 Jahren für den aktiven Einsatzdienst in den Freiwilligen Feuerwehren endlich abgeschafft werden. Wer sich noch fit fühlt und auch von seinem Arzt grünes Licht bekommt, der soll auch noch länger ehrenamtlich aktiv sein können.

Für die Zukunft ist aber besonders entscheidend, dass junge Menschen früher an das Thema Rettung herangeführt werden. Dafür sollte das Engagement bei der Jugendfeuerwehr als zusätzliche Note im Sport- oder Biologieunterricht angerechnet werden können. Nur wenn wir die jungen Menschen früh für ein Ehrenamt bei der Feuerwehr begeistern, stellen wir die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren sicher. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nicht nur Ehrenamtliche für die Sicherheit in Brandenburg sorgen können. Auch die freiwilligen Wehren müssen insbesondere in den Stützpunktwehren durch hauptamtliches Personal gestärkt werden.“