Pressemitteilung

Speichertechnologie Made in Germany? Die Bundesregierung wartet ab

9. Juli 2018 - Pressemitteilung

Mitte Mai hat sich unser Bundestagsabgeordneter Prof-Martin Neumann mit einem Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister und die Bundesbildungsministerin gewandt und für die Ansiedlung eines Fraunhofer-Instituts für Speichertechnologien an der BTU Cottbus-Senftenberg und damit in der Lausitz geworben. Die Region befindet sich im Wandel und ist mit der vorhandenen universitären und außeruniversitären Expertise prädestiniert für ein solches Institut, das die Energiewende durch eine stärkere Integration der Erneuerbaren Energien deutlich voran bringen kann.

Nunmehr hat ihn die Antwort des Staatssekretärs aus dem BMWi erreicht. Außer blumigen Worten und der Anregung, die BTU solle sich weiter am Wettbewerb um die Ansiedlung eines solchen Instituts beteiligen, finden sich dort keine konkreten Aussagen der Bundesregierung. Dies nährt den Verdacht, dass der Bundesregierung die Orientierung bei diesem Thema fehlt. „Statt klare Standortkriterien für ein solches Forschungsinstitut festzulegen, wird der Prozess bewusst offen gehalten und damit in die Länge gezogen. Genau hierfür haben aber weder Stromproduzenten noch Endverbraucher Zeit!“, kritisiert Neumann.

Unterdessen zeigen Andere, wie es gehen kann: der chinesische Konzern CATL investiert in eine Batterieproduktionsfabrik in Erfurt bis zum Jahr 2022 rund 240 Mio. Euro und schafft auf diesem Wege rund 600 Arbeitsplätze.