Pressemitteilung

Lasst Ruhe in das Brandenburger Bildungssystem einkehren!

15. Mai 2017 - Pressemitteilung

Angesichts des Angebots des Brandenburgischen Bildungsministers, Schüler die schriftliche Mathe-Abiturprüfung nachschreiben zu lassen, die die darin enthaltene Aufgabe zu Logarithmusfunktion vorher nicht im regulären Unterricht behandelt hatten, fordern Brandenburgs Liberale Konsequenzen auf allen Ebenen: „Wir erleben aktuell, dass es nicht nur zwischen den Bundesländern Unterschiede in der Leistungsbewertung gibt, sondern auch innerhalb Brandenburgs keine gleichwertige Beschulung stattfindet. Augenscheinlich haben sowohl die Schulaufsicht als auch die Kommunikation innerhalb der Schulen nicht funktioniert. Dass Schulämter und Schulleiter nicht wissen, was ihre Lehrer (nicht) unterrichten, ist ein Stück aus dem Tollhaus. Die Strukturen und Zuständigkeiten gehören dringend auf den Prüfstand.“, so der bildungspolitische Sprecher der FDP Brandenburg, Prof. Martin Neumann.

Die Liberalen fordern, zügig die Ursachen dafür offenzulegen, dass einzelner Abiturstoff nicht im regulären Unterricht behandelt wurde. „Sollte sich herausstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Unterrichtsausfall und der Qualität der Vorbereitung auf das Abitur gibt, muss es personelle Konsequenzen in den zuständigen Schulämtern geben.“, fordert Generalsekretärin Jacqueline Krüger. Einen Grund für die Probleme sieht sie auch in den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen: „Das Fachwort für die Bildungspolitik in Brandenburg heißt „Novellierung“. Wo ständig am System herumgedoktert wird, können sich keine Ruhe und Verlässlichkeit einstellen. Insofern hat auch das aktionistische Handeln der Regierungsfraktionen und der Landesregierung einen erheblichen Anteil an der Misere. Auch der jetzt gefundene Lösungsansatz wälzt die Verantwortung auf die Schultern der Schüler und Schülerinnen ab.“

Der Vorschlag des MBJS, Schülern auf Antrag das Nachschreiben zu ermöglichen, trifft bei den Liberalen auf Zustimmung: „Dies ist die sauberste Lösung, um einen noch größeren Flurschaden für die Bildungspolitik in diesem Land zu verhindern.“, so Martin Neumann weiter.