20. ordentlicher Landesparteitag der FDP Brandenburg
Andreas Büttner als neuer Generalsekretär der FDP Brandenburg gewählt
Eberswalde, 27.03.2010. An die 200 Delegierte aus den 17 Kreisverbänden der FDP Brandenburg folgten der Einladung zum 20. ordentlichen Landesparteitag der märkischen Liberalen in das Alte Walzwerk in Eberswalde. Es war der erste Parteitag nach dem Wiedereinzug der FDP mit sieben Abgeordneten in den Brandenburger Landtag und dem Rekordergebnis bei der Bundestagswahl mit der Erringung eines zweiten Mandats für die märkischen Liberalen. Aufgrund des zehn Tage zuvor erfolgten Rücktritts des langjährigen Landesschatzmeisters Rainer Siebert in Zusammenhang mit einer erneuten Presse-Veröffentlichung der im Jahre 1991 behandelten Vorwürfe einer IM-Tätigkeit und Presseberichten über Unstimmigkeiten in der Landtagsfraktion ergab sich eine offene und lebhafte Diskussion, an deren Ende viele Delegierte zu der Auffassung gelangten, dass die großen Erfolge der märkischen Liberalen nur durch Klarheit, Offenheit und Geschlossenheit auch in der Zukunft garantiert sind. Für den Landesvorstand wurden sechs Nachwahlen durchgeführt.
Zum neuen Generalsekretär und Nachfolger von Hans-Peter Goetz wurde auf Vorschlag des Landesvorsitzenden Heinz Lanfermann der 36jährige Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreisverbandes Uckermark Andreas Büttner gewählt, der sich vor allem als Bildungsexperte der märkischen FDP einen Namen gemacht hat. Büttner erhielt 83,7 % der Delegiertenstimmen.
Bei der Neuwahl des Landesschatzmeisters konnte sich Marion Vogdt im zweiten Wahlgang mit 91 zu 87 Stimmen (50,56 %) gegen den Potsdamer Kreisvorsitzenden Marcel Yon durchsetzen.
Als Nachfolger von Marion Vogdt als stellvertretender Landesvorsitzender wurde der Rangsdorfer Bürgermeister Klaus Rocher mit 79,87 % gewählt. Mit Rocher wird zukünftig die enge Verzahnung der Landespartei mit der kommunalen Basis bekräftigt.
Bei der Nachwahl eines Beisitzers für das Präsidium konnte sich im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit Gregor Beyer MdL (68,71 %) gegen den Potsdamer Joseph F. Mayer (31,29 %), Vorsitzender der Liberalen Senioren, durchsetzen.
Ohne Gegenkandidaten stellten sich für 2 Beisitzerposten im Landesvorstand der Havelländer Student der Rechtswissenschaften Max Koziolek und der Kreisvorsitzende Oder-Spree, Rechtsanwalt Axel Fachtan zur Wahl. Beide wurden gewählt. Koziolek erhielt 73,2 % der Delegiertenstimmen, Fachtan 65,36 %.
FDP Brandenburg gedenkt Fritz Elsas
"Auch die politische Mitte ist bedroht" 

Dr. Hans G. Oberlack, Marion Vogdt MdL, Heinz Lanfermann MdB und Hans-Peter Goetz MdL (v.l.n.r.) in der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Am 4. Januar vor 65 Jahren ist Fritz Elsas im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet worden. Die FDP Brandenburg nahm den Todestag des liberalen Politikers zum Anlass, nicht nur an Fritz Elsas sondern auch die anderen Politiker der bürgerlichen Mitte zu erinnern, die in der Nazizeit leiden mussten.
Fritz Elsas war Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), einer liberalen Partei der Weimarer Republik, der auch Friedrich Naumann, Walter Rathenau, Theodor Heuß und Wilhelm Külz angehörten. Seit 1934 hatte er Kontakt zu einer liberalen Widerstandsgruppe.
Nach dem Attentat vom 20.Juli 1944 bot er einem der Attentäter Unterschlupf, wurde jedoch vom einem Nachbarn verraten. Am 10. August 1944 wurde Elsas von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Vier Monate verbrachte er im Berliner Zellengefängnis Lehrter Straße. Im Dezember 1944 kam er in das Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort wurde er im Januar 1945 ermordet.
"Wir sollten uns immer vergegenwärtigen, dass politischer Extremismus häufig am Rand der Gesellschaft beginnt, dann aber auch die Mitte der Gesellschaft trifft", betonte der Fraktionsvorsitzende der FDP im Brandenburger Landtag, Hans-Peter Goetz während der Gedenkfeier. Die Landtagsfraktion legte einen Kranz am Gedenkstein der Opfer des 20.Julis nieder. Auch der Landesvorsitzende Heinz Lanfermann war zur Veranstaltung an diesem Sonntagvormittag gekommen um dem Gedenken zum Todestag von Fritz Elsass beizuwohnen.







