21.06.2005
SPD-Bildungspolitik führt Brandenburg ins Abseits – 4+8-Klassen müssen bleiben
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FDP-Landesvorsitzender Heinz Lanfermann hat die CDU aufgerufen, in den Koalitionsgesprächen mit der SPD zur Bildungspolitik hart zu bleiben und auch die Weiterführung des 4+8-Modells durchzusetzen:Es ist schon schlimm genug, dass die schillernd rote Mehrheit der Bildungspolitiker in unserem Land dafür sorgt, dass Brandenburg als einziges Bundesland neben Berlin eine sechsjährige Grundschule durchführt. Jetzt wird von der SPD – begleitet vom Beifall von PDS, Grünen und GEW – auch noch versucht, die erfolgreichen 4+8-Klassen abzuschaffen. So soll wieder ein Schritt hin zur sozialistischen Einheitsschule vollzogen werden.
Die Forderung, 4+8-Klassen nur noch an wenigen Standorten anzubieten, und zwar auch nur dann, wenn Internatsplätze vorhanden sind, ist geradezu eine Unverschämtheit gegenüber allen Eltern, die eine gute Schulbildung für ihre Kinder wollen.
Bildungsminister Rupprecht ist auch aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Grundschulen nicht aus Sorge um ihren „Schülerbestand“ keine Beurteilungen für Viertklässler abgeben wollen, damit diese nicht im 4+8-Modell auf ein Gymnasium wechseln. Diese Kinder werden zum Opfer einer Ideologie, die eine möglichst frühe und auf die einzelnen Begabungen bezogene Förderung jedes Kindes verhindert, um dem selbst geschaffenen Idealbild des „möglichst lange Zusammenhaltens“ zu dienen.
Eine Politik, die Berichte über erfolgreiche Modellversuche am liebsten verschweigt und wegschließt, will nur Ideologie durchsetzen statt Kindern die bestmöglichen Lebenschancen zu verschaffen. Ein Schulminister, der z.B. von einer Rangliste von Schulen nur den obersten Teil veröffentlichen will, setzt die Brandenburger Linie fort, über die Köpfe der Bürger hinweg zu regieren und den Bürgern kein eigenes Urteilsvermögen zuzutrauen. Was soll diese Geheimniskrämerei?
Alle Reden über eine Zukunft Brandenburgs als Standort für moderne Technologien mit qualifizierten Arbeitsplätzen werden durch eine leistungsfeindliche Bildungspolitik konterkariert, die begabten Kindern Steine in den Weg legt statt sie möglichst gut zu fördern.


