15.12.2005
Bäderplan erneuern
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Aus Anlass der 15-Millionen-Förderzusage für Tropical-Island und angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Finanzierung von Freizeiteinrichtungen in Brandenburg stellte der stellvertretende Landesvorsitzende und Wirtschaftsexperte der FDP Brandenburg, Dr. Hans G. Oberlack, heute fest:„Ich hoffe, dass der Subventionsbeschluss für das Luftschiffbad gleichzeitig das Ende der Potsdamer Thermenpläne bedeutet.“ Nachdem das bettelarme Land Brandenburg nun das Geld in den Spreewald geschickt hat, wird es wohl nicht zusätzlich noch Geld in Potsdam versenken. Allmählich würde auch dem letzten deutlich, dass eine Subventionierung neuer Bäder nicht ohne Auswirkung auf die Bestehenden bleibe.
„Statt mit unkoordinierten Einzelentscheidungen die Bäderlandschaft in Brandenburg absaufen zu lassen, sollte das CDU geführte Wirtschaftministerium lieber den Landesbäderplan überarbeiten,“ fordert der FDP-Mann Oberlack. Die jetzige Variante, die auch im Internet zu finden ist, stamme noch aus Zeiten, als der Bevölkerungsschwund im Land nicht so groß war und die Berliner Kaufkraft höher. Außerdem war „Tropical Island“ bei der Aufstellung des Bäderplanes noch eine Zeppelinwerft. Die Landesregierung sollte deshalb dringend die neuen Rahmenbedingungen einarbeiten und dann feststellen, ob ein Spaßbad in Potsdam überhaupt noch ins Bild passt.
Vor allen Dingen sollte Wirtschaftsminister Junghans endlich einmal Rückgrat zeigen. Bereits im April 2003, als Tropical Island noch nicht existierte, zweifelte er am Sinn von Erlebnisbädern in Werder und Potsdam. Für ihn waren diese Bäder auch „als
wirtschaftlicher und touristischer Impuls nicht unbedingt notwendig.“ Nachdem nun aber Finanzminister Speer sich für die Potsdamer Interessen stark macht, droht Junghans einzuknicken. Gerade um derartige hochpersönliche Vorlieben nicht zur Grundlage der Politik werden zu lassen, ist eine kohärente Überarbeitung der Bäderplanung erforderlich.


